Gruppenausstellung
no cube
22. November 2015 – 31. Januar 2016
Teilnehmende Künstler/innen:
Johanna K. Becker, Helmut Dick, Anke Gollub, Thomas Gerhards, Ulrich Haarlammert, Nikola Hamacher, Barbara Koch, Kirsten und Peter Kaiser, Stephanie Luening, Martina Muck, Michael Müller, Candia Neumann, Gaby Peters, Dietmar Schmale, Olaf Thomas, Constanze Unger, Ivo Weber
Wenn man bei Ausstellungseröffnungen die Hütte voll kriegen will, muss man ein paar Dinge beachten. Zum Einen empfiehlt es sich einen Schauraum zu haben, der nur aus wenigen Quadratmeter Fläche besteht, dann lade man achtzehn Künstler ein, den Laden mit kleinen Werken zu bespielen. Die Künstler sollten aus Münster kommen und hier auch einen Bekanntenkreis besitzen, der mal eine Ausstellung besucht. Vielleicht sollte man noch Kaffee, Bier und Kuchen anbieten und selber Authentizität versprühen und vielleicht Künstler sein.
Bei Candida Neumann im no cube ist die Hütte voll. Die Arbeiten sind klein, es sind achtzehn Künstler vor Ort und ein Haufen Angehörige. Sie macht selber bei der Ausstellung mit, ist also Kunstschaffende. Es wird Kaffee und Bier getrunken und teilweise auch Kunst geguckt.
Gezeigt wird in der Ausstellung alles mögliche. Die Frage im Titel der Ausstellung „artig?“ wird dabei nicht für besonders wichtig genommen. Jeder zeigt, was er an kleinen Werken in der Kammer hat und guckte wohl hinters Sofa, was in dem Raum passt. Es gibt inszenierte Fotografie, Kunst -Dienstleistung, Humor, Kitsch, Illustration, Objekte aus Plastik, Holz, Papier, Geldstücken.
Irgendwas wird schon dabei sein, was einem gefällt. Ich habe ein kleines Plastikmännchen in Erinnerung behalten, was auf einer kleinen, schmalen, grauen Leiste steht und ficken an die Wand geschrieben hat. Frech, frech. Gerhards zeigt Minikühe aus Metal, die vor einer Postkarten-Alpenidylle stehen. Lustig. Vielleicht sind es auch Schweine. Vielleicht sind es auch nicht die Sachen von Thomas Gerhard.
Im hinteren Raum gibt es Getränke und eine Liste mit allen kleinen Werken. Leider steht dort aber auch nicht, was jetzt von wem ist. So steht man vor vielen kleinen Arbeiten und rät, wer was geschaffen hat. Manches ist einfach zu erraten, wenn man Anhaltspunkte früherer Arbeiten hat oder Titel auf Inhalt schließen lassen, bei manchen fehlt einem jede Idee. Diese Hürde nicht nehmen zu müssen, würde der Ausstellung ganz gut tun.
Am Ende noch die Antwort auf die Frage im Ausstellungstitel. Artig? Ist die Kunst brav und artig oder ist hier jemand unartig und tanzt aus der Reihe. Alle artig. Nichts unartiges gesehen. Ein harmloser Sonntag.
No cube
schau- und atelierraum für kunst + medien
achtermannstraße 26
48143 münster
öffnungszeiten
dienstags 18°° - 21°° uhr
freitags 14°° - 17°° uhr
und jeden vierten Sonntag im Monat (15°° - 18°° Uhr/Feiertage u. Atelierzeiten ausgeschlossen)
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