Wewerka Pavillon
17. November 2015 bis 03. Januar 2016
Wewerka Pavillon Münster
Im Wewerka Pavillon ist momentan eine Ausstellung der koreanischen Künstlerin Shinah Lee zu sehen. Wenn man als Passant in den Pavillon schaut, sieht man auf dem Boden ein weiße, glänzende Platten, die den gesamte Boden ausfüllen. An den beiden Seiten des Kunstraums sind zwei Lichtkästen angebracht, die jeweils ein Dreieck zeigen, wobei das Eine spiegelverkehrt ist.
Da es einen Artikel in der Tagespresse zur Eröffnung gab, weiß man, dass die Dreiecke die Symbole für das Herren- und Damenklo in Korea sind. Der spiegelnde Boden soll ein Ausdruck der unendlichen Weiten sein, die Ausstellungsraum nach draußen tragen, da sich das Außen in ihm wiederspiegelt.
Die Presse, die in Münster vor allem aus der WN besteht, geht wie immer nett mit der Kunst um. Auch wenn der Kulturschreiberling der WN aus dem letzten Dreck noch was zaubern kann, traut er sich kaum die Kunst in Münster zu kritisieren.
Mongololei, unendliche Weiten, Innen und Außen, Damen- und Herrenklo: Die aktuelle Ausstellung im Wewerka Pavillon ist auch mit dem Hintergrundwissen langweilig und typisch akademisch. Hier war scheinbar wieder eine Künstlerin im Wewerka Pavillon am Werk, die am Meisten Sorgen darüber hatte, ob ihre Dozenten mit der Installation klar kommen. Die Kunst ist wieder nicht mehr, als eines der vielen öden Referate, die an der Uni gehalten werden und die nichts anderes verfolgen, als den Leistungsnachweis zu bekommen.
Für den Kunstinteressierten Laien, der vielleicht am Wochenende mal am Wewerka Pavillon Kunst gucken möchte, ist das nix. Da kann er sich wirklich den Weg sparen.
Armes Münster. Arme Akademie.

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